30, Karrierefrau, unverheiratet und kinderlos.

30 werden ist nicht schwer. 30, unverheiratet und kinderlos sein dagegen sehr.



Die „wilden 20er“ sind nun auch für mich zu Ende. Ich muss gestehen, unmittelbar vor meinem Geburtstag war ich schon etwas traurig. Schließlich sind die 20er eine aufregende Zeit, die man nie vergessen wird und 20 bedeutet immer gleich Jugendlichkeit. Die „3“ davor bedeutet für mich schlichtweg „Erwachsensein“ und die 30 ist gleichzeitig eine Zuspitzung des äußeren Drucks. Mit Ende 20 geht es los – die ersten heiraten, bekommen ein Baby und langsam beginnt die Zeit, in der man seinen eigenen Kinderwunsch erklären und sich kurz darauf einen Lobgesang über den Kindersegen anhören soll: „Kinder sind ja so toll und so niedlich und sowieso eine Bereicherung fürs Leben.“

Kaum rückte mein 30er näher, kamen von meinem sozialen Umfeld die ersten Fragen wie: „Na? Wann ist es denn bei euch so weit? Habt ihr schon Hochzeitspläne?“ Oder: „Wie sieht’s mit der Familienplanung aus?“

Ich bin seit Anfang August eine 30-jährige Frau, die seit zwei Jahren liiert und von Beruf Moderatorin ist. Ich habe neben meinem Studium immer gejobbt und diverse Praktika und Volontariate in der Medienbranche, sowohl im In- als auch im Ausland gemacht. Mit knapp 27 Jahren war ich endlich mit dem Studium fertig, hatte meinen ersten fixen Job in der Tasche und stand so richtig das erste Mal, noch dazu in einer fremden Stadt, auf eigenen Beinen. Für mich war es ein langer Weg, um dorthin zu kommen, wo ich nun bin. Mal abgesehen von dem ganzen Geld, das ich für Fort- und Weiterbildungen verprasst habe, war es für mich immer schwer eine finanzielle Grundbasis aufzubauen, vor allem, da ich keine Familie hatte, die mich selbstlos finanziell unterstützen konnte.

Mein größter Traum – und das mag sich mit Sicherheit für einige kitschig anhören – war immer Moderatorin zu sein. Schon als Kind habe ich mir verschiedenste Moderatorinnen und Journalistinnen zum Vorbild genommen, habe zu starken Frauen mit Köpfchen aufgesehen. Bereits in jungen Jahren war für mich klar: Ich möchte auch mal so eine Frau werden. Mein Traum hat sich erfüllt (dafür musste ich auch einen steinigen Weg gehen), aber schlussendlich habe ich das bekommen, wofür ich jahrelang gekämpft habe.

Soweit zu meiner Person.

Lange Rede, kurzer Sinn: Heute bin ich eine selbständige Moderatorin und liebe meinen Job. Ich habe tatsächlich meine Passion, meine Leidenschaft, meinen Traum zum Beruf gemacht. Mein Ziel ist noch weiter nach vorne zu kommen und beruflich, also jetzt Anfang 30, so richtig durchzustarten.

Die Menschen in meinem näheren sozialen Umfeld wissen über meine Lebensgeschichte und meinen Karrieregang genauestens Bescheid. Trotzdem fangen manche an, wie bereits erwähnt, komische Fragen zu stellen oder beginnen ihre Bedenken bezüglich meiner Reproduktionsfähigkeit mir gegenüber zu äußern. Manche Familienmitglieder nicht ausgeschlossen: „Deine Eierstöcke werden auch irgendwann einschlafen“, „Ich wäre schon gerne Oma“, oder „Jetzt hast du noch immer keinen Ring am Finger!“ 

Ja, das stimmt alles. Ich habe keinen Ring am Finger, Heiratspläne stehen nicht im Raum und von Kinderkriegen (Achtung-Mehrzahl!) ist noch lange keine Rede. Mein Partner denkt da so wie ich.



Wir lieben unsere Freiheiten, reisen gerne und häufig und geben gerne unser Geld nur für uns selbst und für schöne Dinge aus, die uns glücklich machen. Obendrein lieben wir die Möglichkeit der Spontanität. Wenn wir Lust haben, gehen wir abends aus oder gemütlich auf einen Drink. Alles in allem: Ich liebe unser Leben zu zweit. „Es“ kann nicht passieren, da wir beide penibel auf Verhütung achten. Trotz Corona-Pandemie kann ich sagen, dass es uns gut geht und uns nichts fehlt. Also warum versucht mir die Gesellschaft ständig einreden zu wollen, dass uns noch ein Baby fehlt zu unserem Glück? Und warum muss ich den Erwartungen der anderen gerecht werden? Das ist mein Leben, meine eigene, kurze Zeitspanne auf diesem Planeten und es sollte doch meine Entscheidung sein, ob ich nun die Zeit opfere, um ein weiteres Leben heranzuziehen. Mal abgesehen von den Unannehmlichkeiten in der Schwangerschaft, die Schmerzen während einer Geburt, die Körperveränderung und den wenigen Schlaf, den man statistisch erwiesen, die ersten sechs Jahre hat. Wieso um Gottes Willen, soll ich mir so etwas antun?

Wir hätten überhaupt keinen Platz für ein Kind (wir wohnen aktuell in einer kleinen 3-Zimmer-Wohnung) und schon gar nicht die richtigen finanziellen Mittel. Ja, jetzt werden sicher einige Mütter (und auch Väter) aufschreien und sagen, man kann auch ohne viel Geld ein Kind haben, ein Kind braucht nur viel Liebe, blabla.

Das mag schon sein, trotzdem sehen mein Partner und ich das etwas anders. Wir sind beide in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen und hatten keine unbeschwerte Kindheit. Von einer Bilderbuchfamilie konnten wir beide nur träumen. Ich stamme von einer alleinerziehenden Mutter und bin bei ihr und meiner Oma aufgewachsen. Man kann sich also vorstellen, wie viel Geld da noch für ein Kind übrig bleibt. Ich möchte nicht sagen, dass es mir an etwas gefehlt hat, aber ein Kind kann auch nichts vermissen, was es nicht kennt.

Mein Partner und ich möchten deshalb unserem Kind gerne mal eine bessere Kindheit bieten, als wir sie hatten. Und dazu braucht es eben das nötige Kleingeld. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie achten wir beide sehr auf unser Haushaltseinkommen. Es geht uns nicht schlecht, aber ein dritter Mitbewohner hätte da einfach keinen Platz und auch kein schönes Leben. 

Trotzdem ist es wahrlich unverschämt, von Freunden und Familienmitgliedern, Fragen in Bezug auf die Familienplanung gestellt zu bekommen, besser gesagt Fragen mit einem gewissen Unterton. Schließlich ist diese Frage des Heiratens und des Kinderkriegens eine durchaus persönliche, die nur meinen Partner und mich was angeht. Nun sind wir beide in einem Alter, wo es gerade mit diesen beiden Dingen in unserem Freundeskreis losgeht. Die einen heiraten, die anderen werden schwanger. Ich verurteile auch wirklich niemanden, der diese beiden Schritte wagt und in seiner Rolle, als Ehefrau und Mutter, vollkommen aufgeht. Aber für mich wäre das (zumindest im Moment) keine Lebenserfüllung. 



30, unverheiratet, kinderlos, Freundinnenlos? 

Plötzlich bist du 30 und gefühlt alle um dich herum haben Familie. Ich besitze momentan so gut wie keine Freundinnen mehr, mit denen ich zu einem entspannten und spontanen Afterwork-Drink gehen oder bei Zumba die ganze aufgebaute Energie entladen kann. Alles, was ich zuvor in einer Mädelsgruppe getan habe, fällt nun weg.

Ich gehe alleine zum Zumba und wenn ich mit Freundinnen einen Mädelsabend machen will (wie früher), wird daraus ein Mädelsnachmittag, wo immer auch ein Säugling oder ein Kleinkind anwesend ist, das sich permanent jegliche Sachen in den Mund steckt und am Boden herumkriecht, oder am Busen meiner Freundin nuckelt (BTW wollte ich eigentlich nie im Leben so etwas von einer Freundin zu Gesicht bekommen). Und so geht es weiter. Die eine Freundin ist schwanger, die andere ist frisch gebackene Mutter, die Nächste hat einen brennenden Kinderwunsch und die Übernächste steckt nur in Hochzeitsplanungen. In Whatsapp-Gruppen, wo früher über Typen oder durchzechte Partynächte geschrieben wurde, dreht sich nun alles um die Farbe des Babykots, welchen Brei man wann dem Kind verabreicht oder wie man in Zeiten von Corona seine Hochzeit am besten beschreitet. Und was beschäftigt mich? Ein Interview mit einer Ministerin, die Vorbereitung einer News-Sendung, welche Schuhe kann ich mir kaufen und was machen mein Partner und ich das Wochenende? Die Prioritätensetzung ist in meinem Leben eine ganz andere. Ein bisschen könnte man mich mit Carrie Bradshaw aus Sex and the City vergleichen. Gerade deshalb passt mir auch eine Familienplanung so ganz und gar nicht hinein.



Kinderlose Frau = Hedonistin?

Das traurige an dieser ganzen Geschichte ist, dass es Frauen wie mir in der heutigen Gesellschaft schwer gemacht wird. Wenn eine Frau ab 30 sagt, sie will sich noch selbstverwirklichen, reisen, ihr Leben genießen und ihre Karriere vorantreiben, dann wird sie von allen Seiten kritisiert und komisch angeschaut. Denn eine kinderlose Frau, die nur ihre Karriere im Kopf hat gilt in unserer Gesellschaft meist als alte Jungfer oder Hedonistin. Kinderlose Männer hingegen werden nie mit negativer Kritik überhäuft. Ein Mann, der im hohen Alter noch Single und kinderlos ist, muss sich selten rechtfertigen. So gut wie nie steht ein Artikel über einen Single-Mann ohne Kinder in den Medien. 



Leider gibt es in den Medien kaum positive Vorbilder von kinderlosen Frauen, die über 40 sind. Stattdessen wird das Klischee einer verhärmten  Karrierefrau bedient, die ihre Entscheidung irgendwann bitter bereuen wird und sich irgendwann denkt, dass es zu spät ist.



Wieso macht die Gesellschaft aus der Kinderlosigkeit von Frauen so ein Tabuthema? Fehlt Frauen ohne Kinder wirklich etwas im Leben? Sind sie glücklicher oder unglücklicher? Und werden sie ihre Kinderlosigkeit irgendwann wirklich bereuen? Ich denke, diese Frauen setzen ganz einfach andere Prioritäten. Klar gibt es Frauen, die mit ihrem umgeschnallten Baby auf Reisen gehen. Doch anstatt einer aufregenden Reise nach Bali oder einem Roadtrip durch Kalifornien wird es dann eben der Badesee in der Heimat. Oder Lignano oder ein Cluburlaub. Mein persönlicher Albtraum.

Das bedeutet nicht, dass ich vielleicht wirklich für immer kinderlos bleiben werde. Es bedeutet lediglich, dass ich momentan keinen Kinderwunsch verspüre. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dass ein kleines Wesen an meinem Busen nuckelt. Geschweige denn durch meine Vagina flutscht. Alleine bei dieser Vorstellung schaudert es mir. „Aber irgendwann kommt dieser Wunsch einfach bei jeder Frau auf. Dann hast du in deinem Leben so ziemlich alles erreicht, was du immer wolltest, hast einen Mann, ein Haus, einen Job und dann fehlt dir nur noch ein Baby. Und die Sache mit der Geburt ist nicht so arg, wie es immer heißt.“ Ach wirklich? Eine Mango durch ein Nasenloch zu quetschen ist also nicht schlimm? Solche Sätze habe ich schon tausendmal gehört. Warum spricht eigentlich nie jemand über die furchtbaren Dinge, die eine Schwangerschaft und in späterer Folge ein Mutterdasein mit sich ziehen? Und ein Kinderwunsch kommt wirklich bei jeder Frau irgendwann auf? Ist das wirklich so? Ich könnte mir ebenso gut einen Hund zulegen, mit dem hätte ich ebenso eine große Verantwortung. Er würde mir Liebe zurückgeben, wäre immer an meiner Seite. Wenn er klein ist, ist er ja so niedlich. Und, wenn er groß und gut erzogen ist, würde er sogar auf mich aufpassen. Nur das Nuckeln am Busen würde dann ausbleiben. Und die Mango durch das Nasenloch fällt dann glücklicherweise auch weg.



Vielleicht verspüre ich doch in ferner Zukunft einen Kinderwunsch, vielleicht fühle ich mich dann wirklich „erfüllter“, wovon ich im jetzigen Moment definitiv nicht überzeugt bin. Aber warum um alles in der Welt BRAUCHE ich ein Kind? 



Endgültige Lebensaufgabe: Hausfrau und Mutter?

„Die Uhr tickt“, höre ich von vielen Seiten. Ja, das ist schon wahr. Im Vergleich zu Männern müssen wir Frauen an unsere biologische Uhr denken, denn unsere Eiproduktion nimmt mit jedem Jahr drastisch ab. Ich habe einmal gelesen, dass mit jedem Jahr tausende an Eiern verloren gehen. Mit zunehmendem Alter, also auf die 40 zugehend, wird es immer schwerer für Frauen auf natürlichem Weg schwanger zu werden. Noch dazu steigt die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt und häufig treten Komplikationen ein. Es heißt auch oft, dass junge Mütter dynamischer wären, eine Schwangerschaft und Geburt körperlich besser wegstecken als ältere. Trotzdem nimmt statistisch betrachtet das Alter der Frauen, die ihr erstes Kind bekommen, zu. Dieses Zeitalter, wo der Mann das Geld nach Hause gebracht und die Frau für Kinder und Haushalt zuständig war, sind (Gott sei Dank) vorbei. Auch zu diesem Thema hatte ich schon einige interessante Gespräche mit meinen Freundinnen. Manche finden die Vorstellung von Hausfrau und Muttersein toll und gehen voll und ganz in ihrer neuen Lebensaufgabe auf. Diese „Lebensaufgabe“, wie sie manche nennen, möchte ich nicht näher kritisieren. Denn wirklich jeder und jede soll für sich selbst den Sinn des Lebens finden. Trotzdem finde ich diese „Lebensaufgabe“ nicht klug durchdacht. Ein Mann kann schließlich schneller weg sein, als man schauen kann. Klar, dass sich dieses Szenario keine Neo-Ehefrau und Mutter, die eine rosarote Brille trägt, vorstellen kann. 



Was aber passiert, wenn Frau alleine ist, ohne Job und mit Kindern, weiß ich als Tochter einer alleinerziehenden Mutter leider nur allzu gut. 



Ein weiterer Aspekt in Bezug aufs Fortpflanzen ist für mich die Frage der Vereinbarung von Job und Familie. Kinder vertragen sich schlecht mit dem herrschenden Anspruch an Flexibilität und Mobilität in der Arbeitswelt. Sie vertragen sich ebenso wenig mit dem Rollenverständnis, das nach wie vor Frauen benachteiligt und eine Dreifachbelastung aus Erwerbstätigkeit, Kinderbetreuung und Haushaltsführung vorsieht. 

Mal angenommen eine Frau, die erst kurz Mutter ist, möchte schnell wieder zurück in ihren vorherigen Job- gelingt das in unserer Gesellschaft ganz easy? Als Frau muss man sich heutzutage noch immer zwischen Kind und Karriere entscheiden. Ja, das ist einfach so und wer was anderes behauptet lebt, wie gesagt, mit einer rosaroten Brille. Ich könnte es mir in meiner jetzigen Situation als Ein-Personen-Unternehmen nicht leisten Mutter zu werden. Karenzgeld und geschmeidig zu Hause beim Kind hocken würde es ganz einfach nicht spielen. Dann müsste ich mich auf meinen Partner verlassen, dass der fleißig arbeitet und das Geld nach Hause bringt. Ich wäre somit abhängig von meinem Partner, abhängig von einem Mann. Das Schlimmste, was man als emanzipierte Frau, die für Gleichberechtigung einsteht, machen kann. Nach ungefähr einem Jahr müsste ich mein Kind in eine Krippe stecken, wo man erneut von anderen Müttern angefeindet wird, weil es ja so schlecht ist, wenn das Kind mit so jungen Jahren in einer Bildungseinrichtung verweilt. „Das sind Rabenmütter. Die wissen gar nicht, was sie ihrem Kind antun, wenn die so lange in der Krippe oder im Kindergarten sind“, höre ich häufig von meinen Neo-Mütter- Freundinnen. Meine alleinerziehende Mutter hat mich auch bereits ganz früh in die Krippe gegeben und aus Erzählungen weiß ich, dass es mir immer gut ging. Das tut es auch heute noch.



„Wegen so Feministinnen wie dir darf ich nicht länger bei meinem Kind zu Hause sein und muss, wenn mein Kind noch klein ist, es jemand anderem übergeben“, habe ich auch schon mal von einer Freundin gesagt bekommen.



Was ich nicht wusste ist, dass man als Frau nur ein Jahr Karenzgeld bekommt. Woher auch, damit beschäftige ich mich schließlich nicht. Alles darüberhinaus wird vom Staat nicht finanziert, sprich die Frau muss, wenn sie bei ihrem Kind noch weiter daheim sein möchte, sich beim Mann mitversichern lassen und ist auf sein Gehalt angewiesen. Wenn ich also als Feministin bezeichnet werde, wenn ich sage, dass das für mich keine Gleichberechtigung ist, dann ja, bin ich gerne eine Feministin. 



Zurück an den Herd?

Frauen haben so viele Jahre für Gleichberechtigung (u.a. das Wahlrecht) gekämpft und kämpfen auch heute noch um viele weitere Rechte (u.a. Gleichbezahlung) und nun würden wir im 21. Jahrhundert wieder zurückrudern? Wieder zurück an den Herd und dem hart schuftenden Mann, der nach der Arbeit hungrig nach Hause kommt, das warme Schnitzel auf den Tisch stellen? Ich finde es schade, wenn blitzgescheite und topausgebildete Frauen den Job an den Nagel hängen und plötzlich Hausfrau und Mutter sein wollen. Klar, hier werde ich mit Sicherheit auch wieder negative Kommentare einheimsen, aber es ist nun mal so, dass Frau sich entscheiden muss zwischen Kind und Karriere. Beides geht nun mal schwer und wenn man beides versucht, also das Kind in eine Bildungseinrichtung gibt und nebenbei Vollzeit arbeitet, wird man kritisiert oder als Rabenmutter bezeichnet. Eigentlich, wenn wir uns ehrlich sind, kann man es sowieso nie allen recht machen. Ich denke das Wichtigste ist, dass man das macht, was sich für einen gut anfühlt. Und im Moment möchte ich meinen Beruf nicht aufgeben, nur um eine Familie zu gründen. Einen Wiedereinstieg in meinen Beruf nach der Karenz stelle ich mir obendrein sehr schwierig vor. Und degradiert werden möchte ich ebenso wenig.

Wir dürfen uns nicht allein über die Reproduktion unserer Gebärmutter definieren lassen. Die bewusste Entscheidung gegen ein Kind ist Privatsache und völlig okay.



Und wenn mein Umfeld gerne schon jetzt einen Nachfahren hätte, nur um die eigene Zeit totzuschlagen, dann sollen sie sich gefälligst ein neues Hobby zulegen.



Viva La Vulva Gastautorin

Raphaela Scharf

Raphaela, 30 Jahre, lebhaft in Wien, Moderatorin und Journalistin. Kinderlos und unverheiratet. Die 30-Jährige, die sich stark für Frauenrechte und Gleichberechtigung einsetzt, wird mit zunehmendem Alter zu ihrer Fortpflanzungsfähigkeit befragt. Sie plädiert darauf, dass Frauen sich nicht allein über die Reproduktion der Gebärmutter definieren sollen. Eine bewusste Entscheidung gegen ein Kind ist völlig in Ordnung. 

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