Vulva des Monats – Feminist Voices You Need To Hear

Feminismus ist eine tolle Sache. Feminismus, der Schwarze Menschen und POC nicht miteinschließt, ist es nicht, denn besonders Schwarze Frauen* haben verstärkt unter Diskriminierungen und systematischer Benachteiligung zu leiden. Wir möchten nicht so tun, als könnten wir die Probleme und Benachteiligungen, denen Schwarze Frauen* in unserer Gesellschaft tagtäglich begegnen, auch nur ansatzweise nachvollziehen. Auch wir müssen uns mit unserem eigenen internalisierten Rassismus und den Privilegien auseinandersetzen, die wir dank unserer hellen Haut haben. Für die Vulva des Monats möchten wir Euch deswegen einige Schwarze Frauen* vorstellen – deren Stimmen gehört werden sollten.



Christl Clear

Auf Christl Clears Blog findet sich eine bunte und sehr amüsante Mischung aus bodypositiven Lifestyle-Beiträgen mit I dont give a fuck-Mentalität, feministischen Statements und ikonischen Modeartikeln. Außerdem hat sie dort einige Essentials für nicht-deppertes Verhalten gegenüber schwarzen Menschen für uns ausbuchstabiert. Christls Instagram-Account ist eine sehr gute Informationsquelle in Sachen Black Lives Matter und beleuchtet den Alltagsrassismus, der ihr in Österreich oft begegnet. An ästhetischen Posts und lustigen Alltagsanekdoten mangelt es neben Christl Clears Aktivismus nicht.

Christl Clears Blog findet ihr unter www.christlclear.com
Instagram: @iamchristlclear



Tupoka Ogette

Tupoka Ogette ist in Deutschland einer der bekanntesten Namen, wenn um Diskriminierung und Rassismus geht. Die Diversity-Trainerin und Autorin von “Exit Racism” übernimmt mit ihren Workshops und Beratungen enorm wichtige Bildungs- und Aufklärungsarbeit, die Voraussetzung für rassismuskritisches Denken ist. Ogettes Aktivismus zieht sich durch alle Medienformate: Mit “tupodcast” ist ein Podcast-Format entstanden, das das Leben und die Erfahrungen Schwarzer Frauen* in den Mittelpunkt stellt.

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Ich liebe meine Arbeit. Echt. Ich empfinde es als Privileg so viele Menschen auf einer rassismuskritischen Reise begleiten zu können. Ich liebe den Moment, wenn aus weißer Abwehr ein Gefühl der Verantwortung wird. Die Verantwortung diese Welt für alle ein bisschen besser zu machen. Ich bin begeistert, wenn wir ganze Staatstheater, Medienredaktionen, Parteien, Firmen, Vereine etc. begleiten dürfen und wir sehen wie langsam, Schritt für Schritt eine neue Denk-, und Gesprächskultur wächst, die zum Ziel hat, alle mit zu denken und Geschichten neu zu erzählen. Mein Herz hüpft vor Freude, wenn ich an die inzwischen hunderten von weißen Eltern von Schwarzen Kindern denke, die wir dabei unterstützen durften, tolle und starke Verbündete ihrer Kinder im Kampf gegen Rassismus zu werden . Ich bin immer wieder so fassungslos vor Dankbarkeit, wenn ich die vielen Schwarzen Menschen und People of Color in der ganzen DACH Region treffen darf, die tagtäglich im Großen und Kleinen Widerstand leisten und trotzdem lieben, lachen, inspirieren. Und natürlich negiert das nicht die Schwere, die die Arbeit auch mitbringt. Die vielen traurigen schmerzhaften Geschichten, die viele Abwehr, den Hass, die Ignoranz, das silencing, das Exotisieren von Rassismus. Das ständig wieder von Neuem anfangen müssen. Das wieder Kräfte sammeln nach Terror Anschlägen wie Hanau oder Rückschritte wie das N-Wort Urteil oder den VW Fail. Da gibt es Momente der Ohnmacht. Der Angst. Der Hoffnungslosigkeit. Aber dann denke ich an die härteren Kämpfe meiner Geschwister schon lange vor mir. Ich denke an die vielen Menschen, mit denen ich Seite an Seite kämpfen darf. Und an die Vielen, die nach uns kommen werden. Ich denke an die unendlich vielen kleinen Schritte von den vielen Verbündeten und denen die es werden wollen und …die Hoffnung kehrt zurück. Wie der Antirassismus Aktivist, Gründer von Phoenix e.V. und mein Mentor Austin Brandt sagt: „Wir schauen mit unserer Arbeit in die Abgründe der Welt. Aber dort, tief in den Abgründen finden wir ein Licht, das leuchten will.“ In diesem Sinne: Be kind to yourself and one another.

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Tupoka Ogettes neue Seite heißt www.tupoka.de
Zu “Exit Racism” geht es hier: https://www.tupoka.de/das-buch/



Vanessa Spanbauer

Bei Vanessa Spanbauer ist es schwer, sich für ein Best Of zu entscheiden. Als viel zitierte Anti-Rassismus-Expertin von ZARA (Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit), Journalistin, Bloggerin und Chefredakteurin von “fresh – Black Austrian Lifestyle” kann man ihre vielfältige Arbeit gegen Rassismus und Sexismus gar nicht quantifizieren. Sie hat außerdem zusammen mit „fresh“ die „Black Austrian Awards“ ins Leben gerufen, um Schwarzen Menschen eine Bühne zu geben.
Auf ihrem Blog Vansista finden sich spannende Artikel zum Thema Diversität, Rassismus und Feminismus, vor allem in der Kategorie “Mysay” – denn Vanessa Spanbauer hat viel zu sagen.

Zu Vanessa Spanbauers Blog: https://vansista.com/
Zum „fresh Magazin“: https://www.facebook.com/freshzine/



Imoan Kinshasa

Imoan Kinshasa dürfte vor allem einem jüngeren Publikum ein Begriff sein. In ihrer Vice-Kolumne “I said what I said” schildert sie ihren Alltag, auch mit besonderem Augenmerk auf die Probleme, mit denen sie als junge Schwarze Frau in Österreich konfrontiert wird. Auf Instagram bezeichnet sich Imoan Kinshasa als “angry black woman” und dieser Beschreibung wird sie durchaus gerecht: Ihr Feed ist voller interessanter Fakten, persönlicher Geschichten und amüsanter Memes, die unserer rassistischen Gesellschaft den Spiegel vorhalten.

Bei Instagram findet Ihr sie unter @imoankinshasa

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