Vulven des Monats – Meine Freundinnen in sogenannten Risikoberufen

Sehr viele Menschen befinden sich im Moment im Home Office. Während man darüber glücklich ist, denn man hätte auch in Kurzarbeit geschickt werden können (Lohnkürzung!) oder komplett ohne Job dastehen können, ist Home Office, zumindest für mich, doch eine große Belastung. Ich bin ein Mensch, der eine räumliche Trennung zwischen Arbeit und Daheim braucht. Das war schon im Studium so, wo ich am besten auf der Bibliothek lernen konnte. Und so ist das auch jetzt.

Während ich also versuche, in Woche 4 das Beste aus dem Home Office zu machen, freue ich mich umso mehr, wenn ich wieder in die Arbeit gehen kann. Dies ist übrigens Grund, wieso der Beitrag verspätet ist und ich ihn nicht vorher schreiben konnte. Ich war müde. Ich kann mich nämlich im Moment kaum ausruhen und bin froh, wenn ich, nachdem ich die Arbeitsaufträge erledigt habe, den Kopf ausschalten kann. Mein Energielevel ist leider sehr niedrig.

ABER. Das ist Jammer auf hohem Niveau. Denn dieser Beitrag soll sich um die vielen tollen Personen drehen, die draußen ihren Job machen. Die Traudi im Supermarkt, die Maja im Krankenhaus, die Verena im Krankenhausmanagement, die Iris als Exekutivbeamtin und auch alle anderen Frauen, die an vorderster Front im Kampf gegen Covid-19 stehen.

Ja, denn es sind auch diese Frauen, in so genannten Risikoberufen, die gerade die Gesellschaft und die Republik aufrecht erhalten. Jeden Tag besteht die Möglichkeit, dass sie sich infizieren und dennoch gehen sie ihren Tätigkeiten nach, welche, seien wir uns ehrlich, hart sind.

Ich kann hier gar nicht näher auf die einzelnen Lebenswege dieser Frauen eingehen, welche ich übrigens aus meinem Bekanntenkreis gewählt habe und welche stellvertretend für all jene sein sollen, die den Job draußen machen. 

In dieser Zeit helfen übrigens all die tollen „Danke für euren Einsatz“ Posts auf Instagram, Facebook und Co, welche vermehrt von gewissen PolitikerInnen geteilt werden, relativ wenig. Von monetärer Entlohnung ganz zu sprechen.

Was diesen Fraue gerade helfen würde als Applaus? Zum Beispiel, wenn man beim betreten des Supermarkts die Maske aufsetzt, den Mindestabstand einhält und sich an die Etiketten hält. Die Ärztinnen, Pflegerinnen und Krankenschwestern wären wohl mehr als dankbar, würde man riskante Freizeitaktivitäten unterlassen und vielleicht nicht mit Corona Virus Verdacht ins Krankenhaus spazieren, sondern sich an die Etikette halten (für Österreich: 1450 anrufen). Für die ExekutivbeamtInnen gilt: Haltet euch an die Verordnung. Diese ist tatsächlich klar formuliert und die Ausnahmen werden genannt. Trifft eine Ausnahme nicht auf euch zu, dann ist das so. Lasst diese Menschen ihren Job tun, bedankt euch bei ihnen, schenkt ihnen ein Lächeln und versucht das, was in eurer Macht steht, damit sie bald von vorderster Front abgelöst werden und Normalität einkehrt.

Und sobald “Normalität” ist, wäre es vielleicht auch gut, wenn wir uns erinnern, wer unsere Heldinnen in dieser schweren Zeit waren. Und nicht back to usual gehen, wie sonst leider zu oft.

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